Der Darm und die Schilddrüse hängen zusammen. Was heißt das praktisch?
Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im Darm. Bei einer Autoimmunerkrankung liegt der Blick dorthin nahe — nur selten so, wie der Markt es verkauft.
Warum der Darm überhaupt vorkommt
Weil dort ein großer Teil der Immunabwehr sitzt.
Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe. Dass man sich dann anschaut, wo dieses Immunsystem zu Hause ist, ist naheliegend und gut begründet.
Dazu kommt das Praktische: viele Betroffene bringen ohnehin Beschwerden mit. Blähungen, Unregelmäßigkeit, ein Bauch, der auf Stress reagiert, Unverträglichkeiten, die vorher keine waren.
Was ich damit nicht meine
Keine Kur, kein Pulver, kein Acht-Wochen-Programm.
Der Markt für Darmsanierung ist groß, die Versprechen sind es auch, und die Belege sind dünner, als die Werbung nahelegt. Teure Programme, die für alle gleich aussehen, sind selten das, was ein einzelner Darm gerade braucht.
Was tatsächlich zählt, ist unspektakulär und kostet fast nichts.
Was unspektakulär heißt
Ballaststoffe, Vielfalt, Zeit.
Genug Ballaststoffe, über die Woche möglichst viele verschiedene pflanzliche Lebensmittel, fermentiertes, wenn du es verträgst, und Pausen zwischen den Mahlzeiten, in denen der Darm seine Arbeit machen kann.
Das steht in keinem Prospekt, weil sich damit nichts verkaufen lässt. Es ist trotzdem das, worauf die Forschung immer wieder zurückkommt.
Wo es persönlich wird
Das Tempo entscheidet über alles.
Wer von wenig Ballaststoffen auf viel springt, fühlt sich in der ersten Woche schlechter als vorher und gibt dann auf. Das ist der häufigste Grund, warum es nicht klappt — nicht die falsche Auswahl, sondern das falsche Tempo.
Wie schnell dein Bauch mitgeht, weiß er allein. Wir gehen es in Schritten an, die er mitmacht.
Fang nicht mit einer Kur an.
Erzähl mir im kostenlosen Erstgespräch, wie dein Bauch sich gerade meldet.