Schlaf, Bewegung, Stress. Der Teil, den alle überspringen wollen.
Weil Ernährung greifbarer wirkt. Dabei merken viele hier zuerst einen Unterschied, und es kostet nichts.
Schlaf zuerst
Ohne ihn wird alles andere schwerer.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion ist erholsamer Schlaf oft das erste, was verloren geht: der Körper läuft auf Hochtouren, auch nachts. Bei einer Unterfunktion ist es umgekehrt, da reicht kein Schlaf aus.
Beides lässt sich nicht wegessen. Aber es gibt Stellschrauben, die nichts kosten und die erstaunlich oft ungenutzt bleiben: feste Zeiten, Licht am Abend, Koffein zur richtigen Tageszeit.
Bewegung, aber in dem Maß, das dir guttut
Mehr ist hier nicht automatisch besser.
Bei einer Autoimmunerkrankung kann ein forderndes Trainingsprogramm mehr nehmen als geben, besonders in Phasen, in denen ohnehin wenig Kraft da ist.
Ein täglicher Spaziergang, den du wirklich machst, schlägt einen Plan, der dich auslaugt und den du nach zwei Wochen sein lässt. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern das, was tatsächlich wirkt.
Stress, der unbequeme Punkt
Man kann ihn selten einfach abstellen.
Die Empfehlung „reduziere deinen Stress“ ist gut gemeint und meistens nutzlos, weil die Ursachen — Arbeit, Familie, Geld, die Erkrankung selbst — nicht auf Wunsch verschwinden.
Was geht: Erholungsinseln einbauen, die klein genug sind, dass sie überleben. Und aufhören, sich zusätzlich unter Druck zu setzen, weil die Ernährung diese Woche nicht perfekt war. Dieser zweite Punkt ist häufiger das Problem als der erste.
Wo es persönlich wird
Es gibt keine Reihenfolge, die für alle stimmt.
Bei der einen ist der Schlaf der Hebel, bei der nächsten die Pause am Nachmittag, bei der dritten die Frage, warum der Abend nie vor Mitternacht endet.
Deshalb frage ich zuerst, wie deine Tage tatsächlich aussehen, und schlage erst danach etwas vor.
Manchmal ist es nicht das Essen.
Zwanzig Minuten am Telefon, kostenlos, und wir finden heraus, wo dein Hebel liegt.